Ratgeber: Bessere Geschäftssteuerung durch Business Performance Management, Teil 1: Herausforderungen und Trends

Ratgeber:

Bessere Geschäftssteuerung durch Business Performance Management

Teil 1: Herausforderungen und Trends

  1. Ausgangsituation
  2. Wann brauche ich Business Performance Management?
  3. Was ist das Ziel von Performance Management / der Geschäftssteuerung?
  4. Was soll ein Business Performance Management System können?
  5. Welche Herausforderungen gibt es beim Business Performance Management?
  6. Welche Aspekte sollten mehr oder weniger durch einen systematischen Performance Management Prozess beeinflusst werden?
  7. Welche Themen werden im Rahmen von Business Performance Management in Zukunft wichtiger?

Ratgeber BPM Herausforderungen und Trends

6. Welche Aspekte sollten mehr oder weniger durch einen systematischen Performance Management Prozess beeinflusst werden?

Die wichtigsten sind:

  • die wirksame Umsetzung von Maßnahmen,
  • Profitabilität,
  • Strategieumsetzung und
  • eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung.

Weniger stark beeinflusst werden demgegenüber folgende Aspekte:

  • Wissensteilung durch die Mitarbeiter,
  • Personal- und Kompetenzentwicklung und
  • das Risiko Management.

Einfluss von BPM auf wichtige Aspekte

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Teil 1: Herausforderungen und Trends

  1. Ausgangsituation
  2. Wann brauche ich Business Performance Management?
  3. Was ist das Ziel von Performance Management / der Geschäftssteuerung?
  4. Was soll ein Business Performance Management System können?
  5. Welche Herausforderungen gibt es beim Business Performance Management?
  6. Welche Aspekte sollten mehr oder weniger durch einen systematischen Performance Management Prozess beeinflusst werden?
  7. Welche Themen werden im Rahmen von Business Performance Management in Zukunft wichtiger?

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 5. Die Herausforderungen des Business Performance Management

Aus unserer aktuellen Online Umfrage ® BSO bei 175 CEOs/CFOs und Führungskräften in 11.2014 ergeben sich die größten Herausforderungen für die Verbesserung der Business Performance in folgenden Bereichen:

  • Definition von Schlüssel-Kennzahlen
  • Einführung von Business Performance Reviews/ Geschäftsdurchsprachen
  • Change Management (z.B. im Bereich Führungsverhalten, Einbindung von Mitarbeitern)

Als nicht so wichtig angesehen werden dagegen

  • Allgemeine Trainings,
  • Kostensenkungen und
  • die Margen-Verbesserung.

 Geschäftstreiber

Detailanalyse dieses Charts:

Definition von Schlüssel-Kennzahlen (KPI)

KPIs sind das Fundament für Performance Management. Ohne Messgrößen ist eine Bestimmung des Standortes/Status oder die Festlegung von Zielen nicht sinnvoll. Entscheidend ist jedoch herauszufinden, welche KPIs relevant sind und deren Prioritäten. Genauso wichtig ist es, einen Konsens zu finden über die zu nutzenden KPIs. Denn die meisten Entscheider haben eigene Vorstellungen, die alle nachvollziehbar sind, aber nicht automatisch zu einem Konsens führen.

Einführung eines Business-Review-Prozesses

Business Performance Reviews sind das Instrument, um Business Performance kontinuierlich zu steuern. Diese Geschäftsdurchsprachen  dürfen nicht situativ, sondern müssen dauerhaft und mit gleichem Inhalt und gleicher Struktur stattfinden. Die Einführung solcher Durchsprachen erfordert eine durchdachte und planvolle Herangehensweise, die alle Beteiligten einbezieht. Darüber hinaus sollten die Durchsprachen flexibel sein, sodass neue Erkenntnisse sowohl in Bezug auf KPIs als auch auf den Prozess reibungslos integriert werden können.

Change Management (z.B. Führungsverhalten, Einbindung von Mitarbeitern)

Change Management hat eine hohe Relevanz, weil  systematisches Performance-Management in der Form von strukturierten Business Reviews – auf der Basis von klar definierten KPIs –  in der Regel eine nicht unerhebliche Veränderung im Unternehmen mit sich zieht. Diese Veränderung umfasst zum einen den neuen Prozess, die neuen KPIs und deren Interpretationen, aber auch ein verändertes Verhalten von Mitarbeitern und Führungskräften, z.B. in Bezug auf Transparenz und Offenheit über die eigene Performance. Bei Geschäften, die sich in einer kritischen Lage befinden, kann die Transparenz zu einer erheblichen Kulturveränderung führen. Ohne professionell geführtes Change Management könnte diese Kulturveränderung zu lange dauern, und somit die Existenz des Unternehmens gefährden.

Die Aspekte Margen Optimierung, Kostensenkungen, allgemeine Trainings wurden als nicht so wichtig bewertet (25-29%), da wahrscheinlich in diesen Bereichen in der Vergangenheit schon viel gemacht wurde und diese Aspekte werden von den Controllern auch regelmäßig bewertet und nachjustiert.

Bei den Trainings wird wohl eher an die hohen Ausgaben für diesen Bereich gedacht und an die geringe Messbarkeit des Nutzens.

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  2. Wann brauche ich Business Performance Management?
  3. Was ist das Ziel von Performance Management / der Geschäftssteuerung?
  4. Was soll ein Business Performance Management System können?
  5. Herausforderungen des Business Performance Management
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 4. Was soll ein Business Performance Management System können?

Ein modernes Business Performance Management (BPM) System ermöglicht Managemententscheidungen, die nicht mehr nach

  • Erfahrungswissen,
  • Bauchgefühl,
  • Kreativität oder
  • auf Basis von noch mehr Daten getroffen werden,
  • sondern vielmehr systematisch, durch Einsatz signifikanter, qualitativer und quantitativer Faktoren und Indikatoren unterstützt werden.

 

Wichtig dabei ist es verschiedene Szenarien zu erstellen und diese zu bewerten. Ein Beispiel für Szenarien ist die Frage, was passiert, wenn z.B. Google als neuer Wettbewerber, im Smart Grid Markt einsteigt? Mit Szenarien versucht man im Rahmen von Business Performance Management sich frühzeitig mit zum Teil völlig neuen Themen, Produkten, Märkten, Wettbewerber zu beschäftigen. Dabei sind Fragen wichtig, wie z.B.: “ Was passiert, wenn ich nichts tue oder was passiert, wenn ich mich auf den neuen Wettbewerber einstelle.

Letztendlich wird durch ein BPM System das Bauchgefühl  oder das Fingerspitzengefühl des Entscheiders systematisiert, d.h. dass alle wichtigen Informationen vorliegen, entscheidungsrelevant aufbereitet sind und somit berücksichtigt werden können. Die Tragweite von Entscheidungen wird dadurch transparenter.

 

 

Business Performance Management Wandel

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  2. Wann brauche ich Business Performance Management?
  3. Was ist das Ziel von Performance Management / der Geschäftssteuerung?
  4. Was soll ein Business Performance Management System können?
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  6. Welche Aspekte sollten mehr oder weniger durch einen systematischen Performance Management Prozess beeinflusst werden?
  7. Welche Themen werden im Rahmen von Business Performance Management in Zukunft wichtiger?

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  1. Was ist das Ziel des Performance Management / Geschäftssteuerung?

Zielsetzung des Performance Managements ist eine systematische, mehrdimensionale Leistungsmessung, -steuerung und -kontrolle sowie Verfolgung verschiedener Anwendungsobjekte oder Leistungsebenen (Mitarbeiter, Teams, Abteilungen, Prozesse) mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung von individueller und Unternehmensleistung. (Wikipedia)

Wichtig ist es im Business Performance Management,

  • sich dabei nicht nur auf die Analyse, Planung, Steuerung und Kontrolle von finanziellen (=schwerpunktmäßig vergangenheitsorientierten) Größen zu beziehen,
  • sondern insbesondere zukunftsorientierte, nichtfinanzielle Größen zu integrieren,
  • um somit eine ganzheitliche Planung und Steuerung der Leistung und der Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu ermöglichen.

 Es gibt in Bezug auf Business Performance Management viele Wege, Lösungen und kritische Anmerkungen.  

Dabei geht es hauptsächlich um die Probleme, die im täglichen Leben mit Performance Management verknüpft werden:

  • Dies ist die weitverbreitete Zahlengläubigkeit,
  • der Irrglaube, alles mit den richtigen IT Applikationen lösen zu können oder nur
  • mit Bauchgefühl und Kreativität ein Unternehmen/Geschäft zu steuern.

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Unternehmen/Geschäft, den Vertrieb, die Produktion oder gar Projekte richtig oder falsch zu steuern

Sie kennen sicherlich auch einige Beispiele für schlechte Steuerungen, die im Ergebnis in einer Katastrophe endeten, wie z.B aus der Filmgeschichte:

  • Kapitän Ahab bei Moby Dick, der das ganze Team egozentrisch in den Tod führte oder 
  • Meuterei auf der Bounty, wo der Kapitän durch falsches Führungsverhalten eine Meuterei provozierte.

Für die Entscheider ist es wichtig auf Basis einer besseren Transparenz über die Geschäftsentwicklung, dem Markt, der Wettbewerber, meiner Kompetenzen, etc., richtig und angemessen zu steuern.

Das bedeutet allerdings auch, dass dabei insbesondere viel Wert auf die qualitativen Steuerungsgrößen gelegt werden muss. Dies wird umso deutlicher, wenn man bedenkt, dass die meisten Unternehmenspleiten durch

  • menschliches Versagen,
  • falsches Führungsverhalten,
  • falsche Prioritätensetzung,
  • zu viel Bauchgefühl,
  • letztendlich durch falsche Managemententscheidungen,

herbeigeführt wurden, wie die vorherigen Beispiele gezeigt haben.

Mit einer besseren Transparenz und einer verbesserten Steuerung auf Basis der richtigen Kennzahlen und Prioritäten ergibt sich in den meisten Fällen eine bessere Geschäftsperformance, die Potentiale werden besser genutzt und es bleibt mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens oder des Managements.

 Hierzu ein paar Beispiele von „Guten Steuerungen, Best Cases“:

  • APOLLO 13 Rettungsaktion, bei der aufgrund eines Unfalls in der Raumkapsel alle Teammitglieder des Bodenpersonals in einer sehr schwierigen Situation das Richtige tun, um die Crew wohl und unbeschadet zurück zu bringen. Eine tolle Teamleistung mit einem Leader im Control Center.
  •  Ein weiteres Beispiel für gute Steuerung und super Teamleistung ist der 10 jährige Weg von Jogi Löw und seiner Mannschaft zum 4. Titel als Fußball-Weltmeister. Nur durch kontinuierliche Verbesserung, klare Ziele, richtige Messkriterien, Teambildung und immer wieder üben wurde es vollbracht.

 Bei allen Business Performance Management Projekten geht es also darum

  1. ein Team zu formen,
  2. klare Ziele zu definieren (abgeleitet von der Strategie),
  3. die richtigen und nicht zu viele Kennzahlen für die Zielerreichung zu fixieren,
  4. einen Prozess einzuführen, um
  5. diese Kennzahlen dann regelmäßig zu messen und
  6. kontinuierlich zu analysieren/diskutieren und
  7. geeignete Maßnahmen festzulegen und
  8. die Umsetzung der Maßnahmen zu controllen und
  9. kontinuierlich an der Verbesserung/Transparenz feilen.

 Zum Schluss wird man Weltmeister oder Marktführer, einfacher gesagt als getan.